Trockenlegung von Wänden - so geht es richtig

Trockenlegung von Wänden - so geht es richtig

15 April 2020
 Kategorien: Bau & Bauunternehmer, Blog


Feuchte Wände will niemand haben. Um ein Trockenlegung von Wänden durchzuführen, muss man aber die einzelnen Schritte kennen, oder kann sich Hilfe von beispielsweise Mauertrockenlegung Klein holen. Lernen Sie hier, wie Sie Schritt für Schritt Ihre Wände wunderbar trocken kriegen mit Hilfe der Horizontalsperre…

Trockenlegung von Wänden – wie wird es richtig gemacht?

Wände kann man in unterschiedlichen Verfahren trocken legen. Dabei ist vor allem wichtig, wie der Wasserschaden entstanden ist. Handelt es sich um einen Rohrbruch reicht es in der Regel die Wand mit Geräten zu trocknen. Das aber nur, wenn keine weiteren Schäden an der Wand bestehen, die saniert werden müssen. In solchen Fällen ist die Luftfeuchtigkeit erhöht und muss aus dem Raum entfernt werden.
Bei Mängeln an der Substanz in Verbindung mit eindringender Feuchtigkeit muss jeder Riss und jedes Loch saniert werden. Danach muss die Feuchtigkeit aus allen Räumen gezogen werden. Erst dann kann die Wand wieder abgedichtet werden und bleibt nachhaltig trocken.
Zur Abdichtung werden Horizontalsperren eingesetzt. Das wird mit einem Injektionsverfahren gemacht. Horizontalsperren sind entweder mechanisch oder chemisch.

Trockenlegung von Wänden durch ein Injektionsverfahren mit Dichtungsmittel

Feuchtigkeit dringt anfangs in die Bausubstanz ein, ohne dass man davon etwas sieht oder bemerkt. Erst mit zunehmendem Wassergehalt sieht man das an den Wänden. Die Feuchtigkeit verläuft vom Inneren zur Oberfläche. Wenn man nicht schnell genug reagiert, bildet sich Schimmel.
Bei dem Injektionsverfahren mit einem Dichtungsmittel sollten sie Schritt für Schritt so vorgehen;

1. Die Wand reinigen (beispielsweise mit einer Bürste) und danach alle Risse und Löcher an der Wand mit Mörtel bearbeiten.

Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, sollten Sie den betroffenen Raum gut lüften und vom restlichen Wohnraum verschließen. Anschließend reinigen Sie die Wand mit einer Bürste oder einem Feger. Die saubere Wand ist dann bereit, um mit Mörtel bearbeitet zu werden, falls sich Löcher oder Risse gebildet haben sollten.
Entfernen Sie gründlich Staub, alte Anstriche und gerissenen Verputz von der Wand.

2. Bei feuchten Wänden Löcher setzen

Sollte die Wand nicht komplett trocken sein, darf sie nicht bearbeitet werden. Setzen Sie Bohrlöcher in die Wand, um Feuchtigkeit zu ziehen. Nur eine trockene Wand blaibt auch nach einem Injektionsverfahren nachhaltig trocken. Bohren Sie hierzu etwa 10 cm zwischen zwei Löchern. Ebenso viel Abstand sollten die Löcher zum Boden haben.

3. Injektionsstoff einsetzen

Dichten Sie den Injektionstrichter vorerst mit Klebeband ab, damit nichts aus den Löchern treten kann. Schieben Sie nun den Trichter in die vorbereiteten Löcher und setzen Sie den Injektionsstoff ein. Wiederholen Sie diesen Vorgang bis zur Ausfüllung der Bausubstanz. Das Mauerwerk muss gesättigt werden. Abhängig von der Aufsaugung dauert dieses Verfahren mehrere Tage (maximal bis zu 14 Tage).

Nach Trocknen der Wand können Sie sie neu verputzen und bearbeiten.