Was man über einen Wasserschaden wissen sollte

Was man über einen Wasserschaden wissen sollte

7 Oktober 2021
 Kategorien: Bau & Bauunternehmer, Blog


Plötzlich ist es feucht. Meistens bemerkt man den Wasserschaden erst, wenn sich bereits Schimmel gebildet hat. Dieser riecht und ist außerdem gesundheitsschädlich. Jetzt ist Geschwindigkeit gefragt. Zuerst stellt der Eigentümer fest, wo die Quelle der Feuchtigkeit liegt. Liegt die Ursache beim Dach oder in der Heizung, greift meistens keine Versicherung. Anders sieht es bei Kaltwasserleitungen aus, die zwar zur Heizungsanlage führen, zu ihr aber nicht zählen.

Der erste Weg führt zum Versicherungsgeber, bei dem man die Gebäudeversicherung abgeschlossen hat. Dieser beauftragt einen Installateur, der sich auf die Suche nach dem Leck macht. Oft setzt der Auftraggeber auch einen Leckortungsdienst ein. Mithilfe von technischen Messinstrumenten spürt der Mitarbeiter die Quelle auf. Diese kann in einer gebrochenen Leitung liegen, die frei oder unter Putz verlegt worden ist. Bei der Reparatur spielen auch die Kosten eine Rolle. Bis zu einer gewissen Höhe kann der Versicherungsmitarbeiter die Leistung problemlos freigeben. Ansonsten schaltet er einen Sachverständigen ein, der freiberuflich für die Versicherungen tätig wird.

Bei der Begutachtung des Wasserschadens sollte der Eigentümer vor Ort sein. Außerdem kommt der Installateur. Zusammen mit dem Gutachter sehen sie sich das Problem an. Hierbei nimmt der Bevollmächtigte der Versicherung den gesamten Schaden auf. Er macht Aufnahmen von jedem Teilstück und erörtert mit dem Fachmann die weitere Vorgehensweise. Für den Installateur ist der Vorgang immer mit einem interessanten Auftrag verbunden. Sobald das Gutachten vorliegt, wird es sowohl der Versicherung als auch dem Eigentümer übersandt. Der Versicherungsgeber entscheidet daraufhin, ob er die Kosten übernimmt. An dieser Stelle bietet sich ein Kostenvoranschlag an, den der Installateur direkt an den Auftraggeber sendet. Er kann ihn aber auch an die Versicherung schicken. Hier wird das Angebot geprüft und im Anschluss freigegeben. So ist der Eigentümer, der den Auftrag endgültig vergibt, immer auf der richtigen Seite, da alle dort vermerkten Punkte kostentechnisch übernommen werden.

Sind alle Aspekte geklärt worden, vereinbaren der Eigentümer und der Installateur einen Termin. Bei diesem wird das alte Wasserrohr entfernt und durch ein neues ersetzt. Danach muss die Mauer neu verputzt und gestrichen werden. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel ein Bauunternehmen, das gleichzeitig den Schimmel beseitigt. Die Arbeiten können sich über einen Zeitraum von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten erstrecken, da die Auftragnehmer teilweise nur wenige kurzfristige Termine haben.

Sollte der Wasserschaden jedoch vom Grundwasser stammen, sind kostspielige Injektionsverfahren erforderlich. Diese werden nicht von der Versicherung übernommen, schützen jedoch die Baumaterie vor weiteren Schäden. Zu diesem Zweck bohren Fachleute Löcher in den Kellerboden sowie die betroffenen Wände. In diese werden Harzmischungen eingespritzt, die sich kurzfristig ausdehnen und die Kanäle verschließen. Letztlich kann der Wasserschaden auch vom Dach kommen. Dann muss der Eigentümer unverzüglich einen Dachdecker einschalten, der mit verschiedenen Techniken das Problem schnellsten löst.

Weitere Informationen kann auf Seiten wie, von SANTROFIX Brand- & Wasserschadensanierung GmbH, nachgelesen werden.